Bramsche 0
Mitten im Grünen lässt es sich gut leben. Bramsche liegt zwischen Wiehengebirge und dem nördlichen Teutoburger Wald rund 15 Kilometer im Norden von Osnabrück entfernt. Die Stadt an der Hase ist flächenmäßig die zweitgrößte Stadt im Landkreis Osnabrück.
Nette Leute, eine Atmosphäre zum Wohlfühlen und eine spannende Stadtgeschichte – all das zeichnet Bramsche aus.
7.000 Jahre ist die Besiedlung unserer Landschaft alt. Ein besonderes Zeugnis davon befindet sich im Campermoor in Bramsche. Hier wurde 1991 der weltweit älteste Bohlenweg aus dem Jahr 4.600 v. Chr. freigelegt, denn auch schon zur Jungsteinzeit durchwanderten Händler ganz Europa.
Als 804 Karl der Große die Sachsen und Friesen und Frankenreich eingliederte, begann auch für unsere Region die offizielle, schriftliche Zeit. Offiziell wurde Bramsche zum ersten Mal am 13. Juni 1097 in einer Urkunde zur Übertragung eines “wüst gelegenen Erbes im Kirchspiel Bramsche” erwähnt. Die Keimzelle der Martinskirche jedoch, die heute noch den Mittelpunkt der schönen Altstadt bildet, stammt in ihrer Gründungsgeschichte aus der Zeit Karls des Großen.
Bramsche wurde ein Handwerker- und Handelsort. Die Verarbeitung von Leinen und Wolle machte Bramsche weit über das Osnabrücker Land hinaus bekannt. Aus der 1585 gegründeten Tuchmachergilde entwickelte sich im 19. Jahrhundert eine genossenschaftliche Tuchfabrik mit über 100 Meisterbetrieben. Das “Bramscher Rot”, seit dem 18. Jahrhundert für die englische Armee produziert, wird heute im Tuchmacher Museum Bramsche wieder auf den Originalmaschinen verarbeitet.
Große Bedeutung hatte neben der Wollverarbeitung der Handel mit Leinen. Über die Niederlande und Spanien gingen im 18. und 19. Jahrhundert die Leinenwaren des Osnabrücker Landes bis nach Süd- und Nordamerika, wo sie als “true born osnabrughs” bis heute gekannt sind.
Heute erinnert vor allem das Tuchmacher Museum an die alte Tradition. Auf einzigartige Weise wird in dem preisgekrönten Industriemuseum an laufenden Maschinen die Wollverarbeitung des frühen 20. Jahrhunderts präsentiert. Der Besucher kann den Museumstechnikern über die Schultern schauen und hautnah erleben, wie das Tuch an den originalen Maschinen aus den Jahren 1890 bis 1925 hergestellt wird. Die Wolldecken, die vor ihren Augen hergestellt werden, können die Besucher im Museumsladen erwerben.
Doch schon vor den Tuchmachern, bereits vor fast 2000 Jahren, wurde im Bramscher Ortsteil Kalkriese Geschichte geschrieben: Für großes Aufsehen sorgten im Jahre 1987 archäologische Funde. Diese deuten darauf hin, dass an dieser Region im Jahre 9 n. Chr. die Legionen des Publius Quintilius Varus durch ein Germanenheer, angeführt vom Cheruskerfürsten Arminius, vernichtend geschlagen wurden. Diese Schlacht gilt als Wendepunkt in der römischen Geschichte.
Seit 1989 finden an dieser Stelle professionelle Ausgrabungen statt. Es ist europaweit die erste Ausgrabungsstätte eines antiken Schlachtfelds. Waffen, Münzen und Ausrüstungsgegenstände beider Armeen sind im Museum zu sehen, das im April 2002 eröffnet wurde. In der dazugehörigen Parkanlage lässt sich der Verlauf der Schlacht anschaulich nachvollziehen. Auch lassen sich die immer noch laufenden Ausgrabungen beobachten.
Bramsche ist nicht nur eine Stadt, in der die Geschichte eine große Rolle spielt. Sie ist auch eine Stadt zum Wohlfühlen und bietet seinen Bewohnern einen hohen Wohnwert. Bramsche verfügt über ca. 183,32 Quadratkilometer. Um das Stadtzentrum, in dem der Großteil der rund 31.000 Einwohner leben, gruppieren sich 12 attraktive Ortsteile. Achmer im Westen, Hesepe im Norden und Engter im Osten sind dabei die größten.
In den vergangenen Jahren sind in Bramsche zahlreiche Wohngebiete entstanden. Vielfach wurden sie durch verkehrsberuhigte Straßen und Plätze erschlossen und bieten damit besonders Familien ein attraktives Wohnumfeld.
Sie haben Lust bekommen, Bramsche einmal persönlich kennen zu lernen? Dann besuchen Sie uns! Wir Bramscher freuen uns auf Ihren Besuch.
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