Bergbaugeschichte 0
Als noch große Teile der regionalen Energie im Osnabrücker Land aus heimischen Rohstoffen wie Kohle oder Holz gewonnen wurden, hatten der Bergbau und die Verwendung von Steinkohle eine hohe Bedeutung. Was mit oberflächennahen Abgrabungen begann, fand im Laufe der Jahrhunderte mit Stollen und Schächten seine Fortsetzung und wird heute noch im benachbarten Ibbenbüren als Bergwerksbetrieb bis zu einer Tiefe von 1.500 m fortgesetzt. Das Bergbaumuseum Ibbenbüren informiert in der Turbinenhalle des ehemaligen Kraftwerkes auf dem Zechengelände über die bergbaulichen Aktivitäten aus zwei Jahrhunderten. Gezeigt werden Maschinen, Geräte und Ausrüstungen, die den Bergmann bei seiner oft gefahrvollen Arbeit unterstützten. Filme informieren über Arbeitsabläufe im Bergwerk und beziehen auch das benachbarte Kraftwerk mit ein. Das Bergbaumuseum zeigt neben Schrift- und Bildinformationen Trachten und Uniformen, Modelle und Grubenlampen sowie bergbauliches Kunsthandwerk. Zahlreiche Maschinen und Werkzeuge habe ihre Funktionsfähigkeit bewahrt. Sie werden von den Mitarbeitern des Museums in Gang gesetzt und vermitteln ein Stück Arbeitsatmosphäre aus längst vergangener Zeit. Aber auch Zeugen einer schon versunkenen Welt findet der Bergmann bei seiner Arbeit durch Fossilien, die in das Nebengestein der Flöze eingebettet sind. Diese Abdrücke und Versteinerungen von Pflanzen und Tieren liefern uns ein genaues, oft dreidimensionales Bild der damaligen Lebenswelt. Mineralien, kristalline Schönheiten, bildeten sich in langen Zeiträumen, so dass das Museum eine prächtige Sammlung dieser Bodenschätze bietet.
Information: Das Bergbaumuseum Ibbenbüren befindet sich in der Osnabrücker Straße 112, Tor 2 in der Turbinenhalle des ehemaligen 100 MW-Kraftwerks auf dem Zechengelände in Ibbenbüren. Das Zechengelände ist durch seinen 300 m hohen Schornstein und den Kühlturm auf dem Schafberg nördlich von Ibbenbüren schon von weitem sichtbar. Das Museum ist jeden 2. und 4. Samstag im Monat von 14 bis 16.30 Uhr, also auch heute zu besichtigen. Gruppenführungen sind auf Anmeldung möglich.
Weitere Informationen im Internet www.rag-anthrazit-ibbenbueren.de/bergbaumuseum
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